Wirtschaftsstandort Chemnitz bleibt vom Schienenfernverkehr abgehangen – FDP Chemnitz kritisiert Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes

Am gestrigen Mittwoch stellte das Bundesverkehrsministerium den Bundesverkehrswegeplan 2030 im Entwurf vor. Die Stadt Chemnitz bleibt nach dem vorgelegten Plan auch weiterhin ein Stiefmütterchen am Wegesrand der großen Eisenbahnfernverkehrsverbindungen. Nachdem noch unter schwarz-gelb in Sachsen die planerischen Grundlagen geschaffen wurden, die der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) quasi mit Amtsbeginn zusammenkürzte, ist nun deutlich, dass eine schnelle und elektrifizierte Verbindung zwischen Chemnitz und Leipzig ein frommer Wunsch bleiben wird.

Wolfgang Meyer, Kreisvorsitzender der Chemnitzer FDP äußerte sich dazu wie folgt:
„Der jetzt vorgelegte Bundesverkehrswegeplan ist eine riesige Enttäuschung für Sachsen. Zentrale Schienenprojekte werden bis 2030 nicht realisiert, der Straßenbau kommt an wichtigen Stellen zum Erliegen, darüber kann auch die Aufnahme des Südverbundes nicht hinweg täuschen. Offensichtlich haben Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) und die sächsische Staatsregierung keine Kraft und kein Geschick, ihre Interessen in Berlin durchzusetzen.
Zentrale sächsische Bahnprojekte wie die Elektrifizierung von Chemnitz nach Leipzig fehlen völlig. Beim Projekt Chemnitz-Leipzig rächt sich jetzt zudem, dass Verkehrsminister Martin Dulig die noch von der CDU/FDP-Vorgängerregierung eingeplanten Landesmittel ohne Not eingefroren hat. Nachdem die Strecke Chemnitz-Leipzig zuletzt durch den Einsatz von angestrichenen Museumszügen auf sich aufmerksam machte, trägt man nun anscheinend auch die Planungen für eine schnelle Verbingung ins Archiv. Wir, die Stadt Chemnitz als wirtschaftlicher Motor Westsachsen, müssen dafür kämpfen endlich den Stellenwert in den Verkehrsplanungen zu erhalten die ein Wirtschaftsstandort wie unserer verdient und für die weitere Entwicklung dringend benötigt.

An den Bundestagsabgeordneten und Eisenbahner Detlef Müller gerichtet möchte ich sagen: So wie man sich im kleinen für eine Eisenbahnbrücke einsetzt, sollte man sich im großen auch dafür einsetzen, dass auch etwas über diese fährt. Es ist höchste Eisenbahn.“