Posse um Sächsische Landesausstellung Industriekultur beschädigt Image der Ausstellung nachhaltig

w-meyerFDP fordert, Chemnitz als Hauptstandort in Betracht zu ziehen!

Medienberichten zufolge soll die seit nunmehr vier Jahren für 2018 in Südwestsachsen geplante Landesausstellung zur Industriekultur in das Jahr 2020 verschoben werden. Als Grund nannte Kulturministerin Eva-Maria Stange anhaltende Probleme bei der Umsetzung der Konzepte. Die seit 2011 geplante Schau zu „Sachsen als Wiege der Industrie in Deutschland“ ist damit auch im zweiten Anlauf gescheitert und Sachsen so der Peinlichkeit preisgegeben – das Image der Ausstellung ist schon jetzt nachhaltig beschädigt!

Hierzu erklärt der Chemnitzer FDP-Kreisvorsitzende Wolfgang Meyer:

„Es ist mir absolut unverständlich, wie es soweit kommen konnte, dass die Landesausstellung nun sogar auf zwei Jahre später verschoben werden muss! Der Imageschaden ganz Sachsens rund um diese Posse wiegt in meinen Augen ungleich schwerer, als eine mögliche Abkehr von alten Regeln: So darf beispielsweise kein Ballungsraum federführend bei der Landesausstellung mitmischen und eine Landesausstellung nur im ländlichen Raum stattfinden.

Ich forderte daher das Wissenschaftsministerium und die Chemnitzer Oberbürgermeisterin dazu auf, diese Regeln neu zu überdenken und sich dafür einzusetzen, umgehend den Hauptschwerpunkt der Ausstellung nach Chemnitz zu verlegen! Denn Chemnitz war und ist das industrielle Herz Sachsens! Mit dem Sächsischen Industriemuseum mit seiner kürzlich eröffneten neuen Dauerausstellung ‚Industrie im Wandel erleben‘, dem Sächsischen Eisenbahnmuseum, dem Fahrzeugmuseum und vielen anderen industriekulturellen Zeugnissen, die bereits über die Ländergrenzen hinaus Publikum ziehen, ist unsere Stadt bestens für die Landesausstellung gewappnet. Chemnitz verfügt über eine Vielzahl nutzbarer Industriedenkmäler, die geradezu prädestiniert für eine solche Ausstellung und eine anschließende nachhaltige Nachnutzung sind!

Jetzt gilt es, den Schaden zu minimieren und endlich eine passende Lösung zu erarbeiten, die nicht nur den Blick in die industrielle Vergangenheit, sondern auch Zukunftsvisionen von Industrie, Forschung und Entwicklung zulässt! Chemnitz – das ehemalige „Sächsische Manchester“ vereint mit seinen unzähligen innovativen Unternehmen und seiner einzigartigen Universitäts- und Forschungslandschaft wie dem Smart Systems Campus all diese Bereiche wie keine andere sächsische Stadt!

In Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels ist gerade die Industriekultur wichtig, um bei jungen Menschen die Neugier und das Interesse auf Technik zu wecken und damit auch mehr Nachwuchs für technische Ausbildungs- und Studiengänge zu gewinnen. Chemnitz hat bereits mit dem Sächsischen Industriemuseum und seiner Vielzahl von Besuchern gezeigt, dass daran ein hohes gesellschaftliches Interesse besteht! Auch die neue Dauerausstellung wird dazu beitragen. So kamen bereits am Eröffnungstag mehr als 2000 Besucher. Die Chemnitzer Unternehmen stehen sicherlich mit Freude bereit, die Landesausstellung mit dem Fokus auf Chemnitz ebenfalls zu unterstützen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des von der Oberbürgermeisterin selbst beschworenen neuen Stadtmarketingkonzeptes, bietet sich hier eine Riesenchance für unsere Stadt!“