Fernwärmepreisentwicklung – FDP-Vorstandsmitglied kritisiert Energieversorger

wolgang-leschZu Beginn des Jahres wurde bekannt, dass der überwiegend in kommunaler Hand befindliche Energieversorger eins-energie die Preise für Fernwärme bei Endkunden angehoben hat. Veröffentlichten Zahlen zufolge, sind die Entgelte für die Verbraucher in Ein- und kleinen Mehrfamilienhäusern dabei um ca. 20 Prozent gestiegen. Dabei wird seitens eins-energie darauf verwiesen, dass die letzte Anpassung über 10 Jahre zurückliege und gegebene Rahmenbedingungen nun den Schritt für eins-energie begründen und rechtfertigen. Die Chemnitzer FDP kritisiert das Vorgehen und übt scharfe Kritik am Zahlenwerk.

Wolfgang Lesch, stellvertretender Vorsitzender der Chemnitzer FDP äußert sich dazu wie folgt:

„Die Argumente, mit denen eins-energie hier agiert, entsprechen aus unserer Sicht nicht der Realität. Nach unseren Informationen von betroffenen Hauseigentümern, sind die Preise, anders als von eins-energie behauptet, sehr wohl in den vergangenen Jahren gestiegen!

Uns wurden dabei Zahlen genannt, aus denen ein Anstieg von bis zu 100 Prozent im Betrachtungszeitraum – bis zurück auf das Jahr 2002 – abzuleiten ist. Es mag sein, dass man in den vergangenen Jahren bezogen auf den Tarif keine großen Sprünge seitens der Stadtwerke Chemnitz und nunmehr eins-energie gemacht hat. Jedoch gehört es zur ehrlichen Argumentation dazu auch die Grund- und Messbeiträge zu betrachten. Letztlich sollte die Summe aus beiden dann einem Vergleich standhalten. Das tut sie aus unserer Sicht nicht! Blickt man auf die Entwicklung der Energiepreise, fällt es einem schwer zu glauben, dass hier im Sinne der Kunden gerechnet wird, sondern vielmehr zur Genesung des Unternehmens unter Ausnutzung der Monopolstellung. Gerade wenn Kunden ursprünglich mit Gas heizten und zur Fernwärme überredet wurden, ergeben sich heute massive Nachteile. Mir stellt sich die Frage, wie die vom Stadtrat in den Aufsichtsrat entsandten Aufsichtsräte hier transparent und umfassend informiert wurden und inwiefern sie sich letztlich für stabile Energiepreise – die jeder in seinem Wahlprogramm stehen hatte – stark gemacht haben.“