Klares Gesamtkonzept für industriekulturelle Museen nötig: Hü und Hott der Verwaltungsaussagen untragbar

JensWeisZu den Äußerungen der Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig in Bezug auf das Fahrzeugmuseum erklärt Jens Weis (FDP-Oberbürgermeisterkandidat):

„Das Hü und Hott aus der Stadtverwaltung zu einem möglichen Verkauf der Oldtimer des Chemnitzer Fahrzeugmuseums ist untragbar. Wir brauchen Lösungen, die dem Fahrzeugmuseum und damit einer breiten und attraktiven Chemnitzer Museumslandschaft nachhaltig helfen.

In erster Linie bedeutet das, dass die Besucherzahlen des Museums stabilisiert und nach Möglichkeit gesteigert werden müssen. Hierzu muss zusammen mit allen Beteiligten, gegebenenfalls auch mit Unterstützung des benachbarten Industriemuseums, ein Konzept entwickelt werden.
Geschieht dies nicht, wird früher oder später erneut die Diskussion um städtische Zuschüsse auftreten, die dann wiederholt für Verunsicherung sorgt.

Dazu muss überlegt werden, ob entlang der Zwickauer Straße eine Art „Museumsmeile“ Bestand haben soll und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. Die Stadt muss schließlich genauso wie auch der Betreiberverein überlegen, was mit welchen finanziellen Mitteln langfristig machbar ist und wo es Kooperationspartner gibt.

Die bisherige Stadtpolitik von Frau Ludwig setzt aber auf Beliebigkeit. Nachhaltige Finanzkonzepte fehlen. Taucht öffentlicher Druck auf, werden schnell ungedeckte Schecks verteilt. Diese stehen dann innerhalb kürzester Zeit wieder zur Disposition ohne dass den Beteiligten dauerhaft geholfen ist.
Bereits beim Eisenbahnmuseum haben wir erlebt, wie wichtig nachhaltige Museumskonzepte sind.“