FDP Fraktion regt Neuregelung der Förderung von Ortschafts- und Stadteilfesten an

In der Ratssitzung am 05. Oktober beschäftigte sich der Stadtrat nicht allein, auch wenn man dies medial so wahrnahm, mit dem Thema Stadionneubau, sondern unter anderem auch mit einer „Richtlinie zur Förderung von Vereinen und Veranstaltungen in den Ortsteilen Klaffenbach, Kleinolbersdorf-Altenhain, Einsiedel, Euba, Röhrsdorf, Wittgensdorf, Grüna und Mittelbach“. Stadtrat Gordon Tillmann äußerte sich in diesem Zusammenhang kritisch, vor dem Hintergrund der geduldeten Ungleichbehandlung zu den Stadtteilen in der Stadt.

Tillmann äußerte sich wie folgt:
“ Richtlinie zur Förderung von Vereinen und Veranstaltung in den Ortsteilen – PUNKT. So hätte ich mir den Titel und den Inhalt dieser Vorlage gewünscht. Ich wohne im Stadtteil Glösa, eingemeindet in die Stadt 1950. Diese, sagen wir mal frühe Zugehörigkeit zu Stadt bringt für Glösaer, aber eben auch für Rabensteiner, Adelsberger, Reichenbrander, Gablenzer und all unsere Stadtteil in der Stadt den Umstand, dass eine Förderung in ähnlichem Sinne und Maße wie in der Vorlagen für die Ortsteile bislang nicht möglich erscheint. Sicherlich mag es daran liegen, dass der Zahlungsadressat – wenn ich es recht aus der Vorlage erkenne wird der durch den jeweiligen Ortschaftsrat ausgewählt – nicht ausreichend bestimmbar ist, in unseren Stadtteilen. Das ist sicherlich heilbar. Hier würde ich gern in Richtung Verwaltung anregen zu prüfen welche Möglichkeiten bestünden für Stadtteile – die heute Benachteiligten – eine ähnliche Förderung zu erlangen. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass im Falle beispielsweise von Rabenstein und seiner Initiative gute Chancen bestehen würden, wenn klar erkennbar, am besten durch eine Vereinssatzung mit definierten Satzungsziel Förderung des Gemeinwohls im Stadtteil etc., dass auch diese in Zukunft zumindest in geringen Umfang gefördert werden könnten. Hilfsweise könnte man dann Stadt eines entscheidenden Ortschaftsrates einen der beschließenden Ausschüsse des Stadtrates mit der Beratung und Beschlussfassung damit beauftragen. Es geht mir hier nicht um Gleichmacherei sondern darum ein Stück mehr Bekenntnis der Stadt auch zu ihren „traditionellen und alten“ Stadtteilen zu erwirken, welches sicherlich wohlwollend von privaten Förderern auch jetzt schon stattfindender Stadtteilfest zur Kenntnis genommen werden würde.“