Pendlerpotenzial für die Stadt nutzen

Tag für Tag besuchen weit über 45.000 Menschen unsere Stadt – Pendler, die in Chemnitzer Unternehmen einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen. Sicherlich hat der Großteil dieser Männer und Frauen in den Umlandgemeinden einen festen Wohnsitz mit intakten Strukturen, die einen Ausgleich zum täglichen Arbeitsweg bieten. All denen jedoch, denen die tägliche Tour zuviel wird, sei es die Zeit auf der Straße oder die Fahrtkosten, sollte Chemnitz ein gutes Angebot unterbreiten, am besten zum Beispiel durch tägliche Werbung beispielsweise in große Lettern an den Einfallstraßen. Bereits vor einigen Jahren haben wir einen bekannten Marketingslogan abgewandelt und Pendler gefragt: „Pendelst du noch oder wohnst du schon?“

Genau in dieser Hinsicht sollten sich die Stadt und Chemnitzer Wohnungsvermieter, privat wie genossenschaftlich, Gedanken machen, Neu-Chemnitzer zu werben. Chemnitz hat schließlich auch nach den gewöhnlichen Arbeitszeiten eine Menge zu bieten, weit mehr als nur Arbeitsplätze und Wochenend-Shoppingtempel. Gewinner wären alle. Die ehemaligen Pendler, weil ihnen dann mehr Geld und Freizeit zur Verfügung stünde, Chemnitzer Vermieter durch eben neue Mieter, Chemnitzer Einrichtungen durch einen Zugewinn potenzieller Nutzer und die Stadt selbst durch Einnahmen aus Bundes- und Landestöpfen, die an die Bevölkerungszahl geknüpft sind. Wir sollten uns in diesen Belangen nicht hinter Leipzig und Dresden verstecken, sondern für Chemnitz werben! Je eher desto besser!

Hierzu erschien ein Meldung in der Chemnitzer Freien Presse.