FDP mahnt Versachlichung in der Sonntagsöffnungs-Debatte an

Angesichts der in der vergangenen Woche seitens der SPD-Fraktion erhobenen Vorwürfe gegen den Chemnitzer Ordnungsbürgermeister, mahnt der Chemnitzer FDP-Kreisvorsitzende und Stadtrat Prof. Dr. Andreas
Schmalfuß eine sachliche Debatte an, in deren Ergebnis eine letztlich mehrheitlich getragene Lösung stehen sollte. Schmalfuß erklärt dazu:

„Die Schuldsuche über die im Stadtrat gescheiterte Vorlage zu den Sonntagsöffnungen, die die SPD in der vergangnen Stadtratssitzung erneut vom Zaun gebrochen hat, bringt uns in der Sache nicht weiter und verwundert eher die Bürger. Ich würde mir wünschen und anregen, dass schnellstmöglich alle Parteien – und damit meine ich nicht nur die politischen, sondern auch die Center- und Gewerkschaftsvertreter als Verhandlungsparteien – wieder an einen Tisch kommen und darüber diskutieren, wie wir den möglichen, gesetzlich geschaffen Rahmen der Sonntagsöffnung für Chemnitz nutzen können.
Es geht hier wohlgemerkt nicht um die Öffnung an allen 53 Sonntagen dieses Jahres, sondern lediglich um vier plus, wenn mehrheitlich gewünscht, ein paar mehr in den Stadtteilen. Unseren Chemnitzer Händlern soll damit die Möglichkeit gegeben werden, ihre Angebote auch einmal außerhalb der gewöhnlichen Öffnungszeiten, vielleicht auch mit Attraktionen, anzubieten. Den Kunden soll damit angeboten werden, eben diese Freiheit zu nutzen.
Wenn wir daraus am Ende des Jahres die Erfahrung ziehen, dass es die Mehrheit der Chemnitzer nicht will, dann lernen wir daraus. Bevormunden sollten wir die Bürger unserer Stadt, durch eine Verweigerung der Möglichkeiten auch sonntags einkaufen zu können, jedoch nicht.“