FDP sauer über Vergabepraxis des Energiedienstleisters

Nachdem in den vergangenen Wochen vielseitig Spekulationen über den Namen der fusionierten Energieunternehmen Stadtwerke Chemnitz AG und Erdgas Südsachsen GmbH kursierten, ist nun bekannt das „eins“ in kleinen Lettern in Zukunft Werbebotschaften, Rechnungen und natürlich auch Aufträge zieren wird. Gerade bei Aufträgen wurde im Vorfeld der Fusion fast gebetsmühlenartig von den Fusionären beteuert man wolle diese regional vergeben. Gleich beim ersten größeren und öffentlichkeitswirksamen Auftritt bricht das Unternehmen mit seinen Zusagen.

Hierzu erklärte Prof. Dr. Andreas Schmalfuß, FDP-Kreisvorsitzender, Stadtrat und Mit-Initiator des Bürgerbegehrens gegen die Stadtwerkefusion:“Wir sind sauer über die Praxis des Unternehmens, Aufträge zu vergeben. Wir gehen davon aus, dass die Vergabe der Vermarktung der neuen Firmierung nicht der letzte Auftrag gewesen ist, der die Stadtgrenzen bzw. das Netzgebiet des neuen Energiedienstleisters verlässt. Lediglich ein Chemnitzer Unternehmen anzufragen und dabei im Wissen zu sein, dass unter Ö wie das Örtliche zahlreiche namhafte Agenturen wie Zebra oder Dipinto uvm. in Chemnitz zu finden gewesen wären, ist wie ein Schlag ins Gesicht der Chemnitzer. Wir gehen jedoch nicht davon aus das sich Vermutungen erhärten, das die Berliner Agentur den Zuschlag erhielt, weil sie bereits gute Dienste für die SPD geleistet hat.

Wir wünschen uns und fordern vom neuen Energiedienstleister für die Zukunft mehr Fingerspitzengefühl, mehr Lokalpatriotismus und die Einhaltung der Zusage, bei der Vergabe von Aufträgen auf Unternehmen der Region zurückzugreifen. Ebenso hoffen wir, dass sich nicht bald schon für die Kunden von „eins“ der ironische Werbespruch bewahrheiten wird „Komm zu eins, zahl für zwei.“

Eduard Jenke
Pressesprecher
FDP Chemnitz

Datum: 20100908