FDP fordert Widerspruchsformular gegen Google Street View auf Stadthomepage

Auch in Chemnitz war bereits das Auto mit der Kamera unterwegs. Google hat auch in Chemnitz die Straßen und Gebäude für seinen neuen Internetdienst Street View mit Kameras aufgezeichnet.

Hierzu erklärt Prof. Dr. Andreas Schmalfuß, FDP-Kreisvorsitzender und Stadtrat:

„Ich fordere die Stadtverwaltung auf, Kontakt mit Google Deutschland aufzunehmen und zu klären, in welchem Umfang in der Stadt Chemnitz Aufnahmen für den Dienst Google Street View durchgeführt wurden und werden.

Außerdem sollte die Stadtverwaltung auf der Homepage der Stadt Chemnitz ein Widerspruchsformular für die Bürgerinnen und Bürger zum Schutz ihrer Daten- und Persönlichkeitsrechte bereitstellen, wie es bereits auf der Seite des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu finden ist. Nur so kann eine Speicherung der Daten im Rahmen des Dienstes Google Street View unterbunden werden. Die Stadt Chemnitz muss bei den Bürgerinnen und Bürgern für mehr Sensibilität im Umgang mit den persönlichen Daten werben und über die Widerspruchsmöglichkeit aufklären. Vielen ist gar nicht klar, was durch den Dienst Google Street View ermöglicht wird.

Dieser Dienst erlaubt es via Internet komplette Straßenzüge und damit Wohnobjekte und Unternehmen sowie deren Adressdaten abzurufen. Über das Internet steigt dadurch unter Umständen die Gefahr, dass insbesondere Straftaten in Form von Einbrüchen u.a., erleichtert werden.“

Datum: 20100503