FDP fordert weiterhin Umzug der Chemnitzer Musikschule auf Brühl – Änderungsantrag im Stadtrat

Zur nächsten Stadtratssitzung am 4. November 2009 steht die
Beschlussvorlage (Nr. B-328/2009) zur Chemnitzer Musikschule auf der
Tagesordnung. Die Stadtverwaltung schlägt darin vor, dass die
Musikschule weiterhin auf dem Kaßberg, Gerichtsstraße 1-3, verbleiben
aber aufgrund des baufälligen Zustandes saniert werden soll. Die FDP
Chemnitz fordert stattdessen in einem Änderungsantrag an den Stadtrat,
dass die Musikschule in das leer stehende Gebäude der ehemaligen
Karl-Liebknecht Schule an der Mühlestraße 94 umziehen soll.

Hierzu erklärt Wolfgang Lesch, stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender
und Stadtrat:

„Ein Umzug unserer Musikschule in das Gebäude an der Mühlenstraße 94
bietet mehrere Vorteile. Die ehemalige Karl-Liebknecht Schule erhält
eine sinnvolle Nachnutzung und aufgrund der Nähe zum Brühl würde
endlich ein eindeutiges Zeichen zu dessen Wiederbelebung gesetzt. Die
Anbindung unserer Musikschule an den öffentlichen Personennahverkehr
würde deutlich verbessert, was gerade für Schülerinnen und Schüler aus
dem Umland eine Erleichterung wäre. Gleichzeitig würde dadurch die
Möglichkeit zur weiteren Erhöhung der Schülerzahlen durch
Interessenten aus dem Umland eröffnet. Betrachtet man die bisherige
Steigerung der Schülerzahlen allein in drei Jahren um 500 Schüler,
dann ist außerdem zu erwarten, dass trotz Sanierung der Standort
Gerichtsstraße bald zu klein sein wird. Nur im Gebäude Mühlenstraße 94
wäre die Möglichkeit gegeben, auch einen zukünftigen räumlichen
Mehrbedarf abzusichern. Hinzukommend sieht hier die Parkraumsituation
entspannter als auf den Kaßberg aus.“

Wolfang Meyer, FDP- Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Kultur- und
Sportausschusses fügt hinzu:

„Die bisherigen Darstellungen der Stadtverwaltung, die in ihrer
Vorlage dem Umzug ablehnt, lassen drei Aspekte völlig außer Acht.
Erstens entstehen durch den weiteren Leerstand der ehemaligen
Karl-Liebknecht-Schule der Stadt weitere Kosten, die in den bisherigen
Abwägungen für einen Umzug nicht berücksichtigt sind. Zweitens hat die
Stadtverwaltung nicht die Möglichkeit eines Verkaufs des Gebäudes an
der Gerichtsstraße in Betracht gezogen. Aus Sicht der FDP dürfte es
nicht schwer fallen, dass Gebäude in unmittelbarer Nähe des
Justizzentrum zum Beispiel für Anwaltskanzleien o.ä. einer neuen
Nutzung zu zuführen. Der Verkaufserlös könnte dann genutzt werden, um
die höheren Kosten des neuen Standortes an der Mühlenstraße 94 gegen
zu finanzieren. Drittens hat die Stadtverwaltung bisher nicht geprüft,
ob es neben der Musikschule weitere Nutzungsinteressierte für das
Gebäude an der Mühlenstraße 94 gibt und wie mit zusätzlichen Mietern
das Gebäude optimal ausgenutzt.“

Datum: 20091013