FDP Fraktion reicht Antrag zur „Planung der Schaffung eines Haltepunktes Messe- Chemnitz durch Verlegung des Haltepunktes Chemnitz-Schönau“ ein.

Die FDP Fraktion im Chemnitzer Stadtrat hat für die kommende Sitzung des Stadtrats am 23. Januar 08 einen Beschlussantrag eingereicht, der zum Ziel hat, die Planungen zur Schaffung eines Haltepunktes Messe- Chemnitz durch die Verlegung des Haltepunktes Chemnitz-Schönau voranzutreiben. Wenn der Antrag eine Mehrheit im Rat findet, ist die Verwaltung beauftragt dem Stadtrat ein Konzept zu erarbeiten und vorzulegen, welches Aufschluss über eine zu erwartende Nutzerfrequenz, die zur erwartenden Kosten und den Realisierungszeitraum gibt.

Die FDP Fraktion begründet ihren Antrag mit den 2006 im Stadtrat beschlossenen allgemeinen Planungsgrundsätzen für den Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Chemnitz bis zum Jahr 2015. Diese sehen unter anderem vor, die stadt- und umweltverträgliche Organisation des Verkehrs zu stärken. Dies soll unter anderem dadurch erzielt werden, dass die Vorraussetzungen für die Nutzung von stadt- und umweltverträglichen Verkehrsarten nachhaltig verbessert werden.

Die Messe Chemnitz hat sich seit ihrer Eröffnung, mit nunmehr bereits über 1 Million Besuchern, zunehmend zum Magneten für Veranstaltungen und Messen entwickelt. Damit verbunden sind zahlreiche Nutzer (Aussteller) und Besucher, die mit verschiedenen Verkehrsarten das Ausstellungsgelände erreichen und potenzielle Nutzer des öffentlichen Personennah- und fernverkehrs darstellen.

Nahezu jede Einrichtung ähnlicher Art verfügt heutzutage über eine fußläufig erreichbare Anbindung an den ÖPNV und sofern möglich über einen Haltepunkt des Schienennetzes. Die Anbindung mit den Bussen des ÖPNV wurde durch verschiedene, dass Messegelände tangierende, Linienführungen umgesetzt.

Es sollte nun, nach einer erfolgten Etablierung des Messe- und Veranstaltungsortes „Messe Chemnitz“ auch geprüft werden, inwiefern eine Verbesserung der Anbindung an die nahe gelegene Eisenbahnlinie durch eine Verlegung eines bestehenden Haltepunktes möglich ist. Durch einen Verkürzung der fußläufigen Verbindung zwischen Haltepunkt und Messe könnte die Attraktivität dieses Verkehrsanbindung wesentlich gesteigert werden und somit unter Umständen sowohl Park & Ride gefördert als auch die Spitzenbelastung der Zufahrtsstraßen der Messe bei Veranstaltungen gesenkt werden.

Datum: 20080114100000