Medienresonanz: Möbelhaus hinter Sachsen-Allee: CDU macht sich für Porta stark

(Chemnitzer Morgenpost/ Dienstag, 11. September 2007)

Kommt Porta nach Chemnitz oder nicht? Die Möbelkette will neben der Sachsen-Allee eine Filiale für 40 Millionen Euro bauen und 200 Jobs schaffen (Morgenpost berichtete). Die Stadtverwaltung ist dagegen, da der Standort die Innenstadt schwächen würde. Nach der FDP ist jetzt aber auch die CDU der Meinung, dass Porta trotzdem nach Chemnitz kommen soll.

Die beiden Stadtratsfraktionen haben einen Antrag vorbereitet. Inhalt: Die Stadt soll die Voraussetzungen für eine Porta-Ansiedlung schaffen. Denn: „Es wäre ein Skandal, diese 40-Millionen-Investition abzulehnen“, wettert FDP-Stadtrat Dieter Füsslein (66). Voraussichtlich im Oktober wird über den Antrag abgestimmt.

Doch die Stadt hat ganz andere Pläne für das Grundstück. Schon heute soll der Bauausschuss über eine Änderung des Bebauungsplanes für das Gelände hinter der Sachsen-Allee abstimmen. Für die Hälfte der Fläche soll eine Handelsnutzung auf mehr als 300 Quadratmetern ausgeschlossen werden. „Das entspricht dem Zentrenkonzept von Chemnitz“, erklärt Stadtplaner Börries Butenop (42). Eine größere Ansiedlung sei zu große Konkurrenz für die Innenstadt – obwohl es dort gar kein großes Möbelhaus gibt. Eine derartige Begrenzung wäre aber der Todesstoß für das Porta-Projekt, da das Möbelhaus einen Bau mit 60000 Quadratmetern plant und dafür die komplette Freifläche benötigt.

Sollte über den Antrag der Verwaltung heute abgestimmt werden, haben CDU und FDP noch ein anderes Problem. Dann wäre das Thema wahrscheinlich für sechs Monate gesperrt. „Juristen prüfen das gerade “, sagte Butenop gestern. Der Bauausschuss tagt heute ab 16.30 Uhr öffentlich im Rathaus (Raum 118). (as)

Datum: 20070911