Bau eines Einrichtungshauses durch die Fa. Porta Möbel im Areal Thomas-Mann-Platz (Sachsenallee)

Beschlussvorschlag:

Der Stadtrat beschließt:

Die Verwaltung wird beauftragt, die baurechtlichen Voraussetzungen für den Bau eines Einrichtungshauses im Quartier Thomas-Mann-Platz (Sachsenallee) zu schaffen, damit die Firma Porta Möbel in den Jahren 2008 bis 2009 ein Einrichtungshaus in der Größe von ca. 42.000 m² errichten kann.
Der Anteil der zentrenrelevanten Sortimente darf 10 Prozent der Gesamtverkaufsfläche nicht überschreiten. Der Investor muss über ein Verträglichkeitsgutachten nachweisen, dass das Vorhaben zu keiner Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit der im Zentrenkonzept beschlossenen Zentren führt.

Begründung:
Die Firma Porta Möbel beabsichtigt auf einer Grundstücksfläche von ca. 60.000 m² mit einer Investition in Höhe von 40 Mio. EURO ein modernes Einrichtungszentrum (Referenzobjekt Aachen) zu errichten und 200 Arbeitsplätze zu schaffen. Eine Bereitstellung einer entsprechenden Fläche im direkten Innenstadtkern der Stadt Chemnitz ist nach umfänglicher und langjähriger Prüfung gescheitert bzw. nicht möglich.
Flächen wie z.B. das Contiloch wären zwar städtebaulich erwünscht, erfüllen jedoch die funktionellen Voraussetzungen nicht.
Ein Porta Möbel Einrichtungszentrum besitzt jedoch für den Einzelhandelsstandort Chemnitz große Vorteile, weil es das Angebot vervielfältigt und den Wettbewerb stärkt. Der Standort Sachsenallee ist der der City am nächsten gelegene Standort.
Die Brache am Stadteingang Frankenberger Straße / Dresdner Straße wird städtebaulich aufgewertet und bei restriktiver Behandlung der innenstadtrelevanten Sortimente die Entwicklung der Chemnitzer City nicht gefährdet. Das aktuelle Zentrenkonzept der Stadt Chemnitz wird dadurch in seiner Grundausrichtung „Stärkung der Innenstadt“ nicht konterkariert.

Der Investor ist aufzufordern, mit Hilfe eines GMA-Gutachtens die Einordnung seines Vorhabens in die Grundlinien des Zentrenkonzeptes zu untersetzen.

Datum: 20071016100000