Modell der Hochschule als Lehr- und Forschungsbehörde hat ausgedient

FDP-Landtagsfraktion begrüßt Milbradt-Forderung nach Personalautonomie

Zu Äußerungen von Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU), ohne eine Finanzautonomie der Hochschulen werde es kein neues Hochschulgesetz geben, erklärt Dr. Andreas Schmalfuß, hochschulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

„Es wurde Zeit, dass der Ministerpräsident endlich ein Machtwort spricht. Der jahrelange Eiertanz des SPD-geführten Wissenschaftsministeriums darf nicht mit einem fortschrittsfeindlichen Hochschulgesetz enden.

Wir fordern seit langem Autonomie für die sächsischen Hochschulen – im Bereich der Finanzen, des Personals und der Liegenschaften. Das Modell der Hochschule als Lehr- und Forschungsbehörde unter der Fuchtel des Ministeriums hat ausgedient. Es wird Zeit, dass die SPD das auch begreift.

Wer die besten Wissenschaftler verpflichten will, muss auch attraktive Gehälter bieten. Sozialdemokratische Gleichmachereien behindern nur den Wettbewerb. Eine Personalhoheit der Hochschulen ist zwingend notwendig.

Es bleibt abzuwarten, ob der Ministerpräsident gegen seine SPD-Wissenschaftsministerin ankommt. Unter ihrer Vorgängerin war die sächsische Hochschulpolitik völlig zum Stillstand gekommen. Es war nicht zu erkennen, dass die CDU Druck gemacht hätte. Dies ändert sich nun hoffentlich.“

Datum: 20070327