Mit Kanonen auf Spatzen – FDP gegen kalte Enteignung der Lindenhöhe-Pächter

Am kommenden Mittwoch soll in der Ratssitzung unter anderem über die Zukunft des Kleingartenvereins „Lindenhöhe“ entscheiden werden. Am 12. Mai war dies bereits im Planungsausschuss thematisiert und diskutiert wurden.
Bereits in der Ausschusssitzung stellte FDP- Stadtrat Dr. Dieter Füsslein fest, dass hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird und lehnt die Vorlage, wie auch die gesamte Fraktion und Führung von Wolfgang Meyer.

Nach Informationen des Stadtverbandes der Kleingärtner und des Vorstandes der „Lindenhöhe“ wurde, entgegen der Vorlage, keine ausreichende Information der Pächter vorgenommen. Lediglich über die Durchführung von Messungen sowie die Ergebnisse wurde informiert, nicht jedoch über die sich aus dem (Regierungspräsidiums-)Bescheid ergebenden Folgen für den Verein.
Umso empörter waren die Pächter als die Vorlage im Kleingartenbeirat zur Diskussion stand.

„Es ist für uns nicht verständlich und nicht tragbar, dass die Anlage auf Kosten der Kleingärtner abgewickelt werden soll. Mit konstruktiver Bürger bzw. Kleingärtnerbeteiligung an einer Lösungsfindung im Vorhinein hätte die Vorlage in ihrer jetzigen Form vermieden werden können. Wir hoffen das, wenn die Vorlage im Rat abgelehnt werden sollte, eine wirkliche Beteiligung der Betroffenen für die Zukunft stattfindet.“ so Dr. Füsslein.

„Die Kleingärtner, welche vorwiegend 50 und älter sind haben sich über Jahre eine kleines Idyll errichtet und sollen diese jetzt auf eigene Kosten, nach Pachtauslauf, beräumen. Wir werden der Vorlage im Rat nicht zustimmen und hoffen das die Mehrheit der Stadträte ähnlich handelt.“ fügt Fraktionsvorsitzender Wolfgang Meyer hinzu.

Eduard Jenke
Pressesprecher
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Datum: 20050523