Liberale Arbeitnehmer distanzieren sich von Westerwelles Pauschalvorwurf

Die „Liberalen Arbeitnehmer Sachsen“ wehren sich gegen den
Pauschalvorwurf unseres Parteivorsitzenden Guido Westerwelle –
Gewerkschaften seien die „wahre Plage“ in Deutschland.
Auf diesem Niveau kann man zwar Aufsehen erregen, aber keine konstruktive Diskussion führen. Keiner bestreitet, dass es Funktionäre in den Gewerkschaften gibt, die sich weit von der betrieblichen und unternehmerischen Realität in Deutschland entfernt haben.

Aber die gibt es überall, auch bei
anderen Verbänden. Man muss mit den vernünftigen Leuten den Dialog
suchen und führen. Davon gibt es auch bei den Gewerkschaften eine ganze
Menge. Wer mehr betriebliche Bündnisse möchte, wie wir liberalen
Arbeitnehmer in Sachsen ja auch, muss wissen, dass die Gewerkschaften in
den letzten Jahren durch immer mehr regionale bzw. betriebliche
Ausnahmen vom Flächentarifvertrag, diese erst ermöglicht haben. Wir
sollten in Sachsen keine „Anti-Arbeitnehmervertreter-Stimmung“ zulassen.

Gerade weil wir keinen starken Einfluss der Gewerkschaften hier haben.
Über 90 % ! aller sächsischen Betriebe haben bis zu 20 Mitarbeiter. In
den meisten Betrieben gibt es keine Gewerkschaft, ja nicht einmal ein
Betriebsrat und schon gar keine paritätische Mitbestimmung. Diese
Arbeitnehmer wollen wir als Liberale Arbeitnehmer erreichen, wir als FDP
Sachsen wollen dort wählbar werden. Dies schaffen wir nicht mit
Pauschalkritik. Deshalb verwahren wir uns dagegen und fordern die FDP im
Bund auf, zu einer sachlichen Auseinandersetzung zurückzukehren.

Robert Reichelt
Liberale Arbeitnehmer Sachsen
Sprecher

Datum: 20050504