Chemnitz: Putzrekord zum Parkbahnjubiläum – FDP kümmert sich um Schotter

85 Helfer packten am Samstag mit an, um das Gelände der Parkeisenbahn im Küchwald zum Saisonstart im 50. Jahrs des Bestehens auf Hochglanz zu bringen
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500 Pflanzen kamen in die Erde, es wurde geputzt, gefegt, poliert – am Samstag legten 85 Helfer Hand an, um das Parkeisenbahngelände im Küchwald auf Vordermann zu bringen. „So viele waren zum Frühjahrsputz noch nie da, sonst waren es im Schnitt 50 bis 60“, freute sich Parkbahn-Geschäftsführer Reinhard Storch über den Rekord. „Das hat sicher mit unserem 50-jährigen Bestehen zu tun. Das wirkt bei den Leuten.“
Immerhin unterstützten neben den vielen Mitgliedern des Fördervereins auch 25 fremde Chemnitzer die Arbeiten. „Zehn Mann kamen im gelben T-Shirt und stellten sich als FDP-Mitglieder vor. Sie haben Schotter in einem Gleisbett aufgearbeitet“, berichtet Storch lachend. „Das ist jetzt die FDP-Schiene“, fügt Fördervereinsvorsitzender Mathias Mai schmunzelnd an und ergänzt: „Vielleicht waren ja auch andere Parteien da, aber die haben sich nicht vorgestellt.“ Auch Storch und Mai halfen tatkräftig. Sie hatten dazu am Freitag noch richtigen Ansporn bekommen: Die Bahnaufsicht nahm die Anlage uneingeschränkt und voller Lob ab.

Die weitestgereisten Helfer und Vereinsmitglieder kamen übrigens aus München und Frankfurt/Main. Letzterer war morgens um 4 Uhr von Zuhause losgefahren, um in seiner früheren Heimatstadt ehrenamtlich zu arbeiten. Keinen weiten Weg hatte Christian Heilfort. Der freundliche junge Parkeisenbahner, der gerade seine Grundausbildung erfolgreich bestanden hat, geht auf die Schlossschule, und bei der Parkeisenbahn fühlt der 13-Jährige sich richtig wohl. „Ich habe Laub gefegt und den Bahnsteig gekehrt“, verriet er.

Nun freut er sich auf seinen ersten Einsatz: Am Donnerstag gehört er zum Empfangskomitee. Silke Siegert war mit Sohn Martin von morgens bis nachmittags dabei. Seit zweieinhalb Jahren ist der Junge bei der Parkbahn. Und die junge Frau selbst fühlt sich mit der Anlage eng verbunden: „Ich liebe die Bahn seit meiner Kindheit. Im Verein ist alles so familiär. Für meinen Sohn ist es ein schönes Hobby, das was fürs Leben bringt. Hier lernen die Kinder, miteinander zu arbeiten, haben Pflichten zu erfüllen und Spaß dabei“, beschreibt die junge Mutter.

(CHR)
14.3.2004
(Quelle: www.freiepresse.de | FREIE PRESSE Chemnitz)

Datum: 20040315