Chemnitzer FDP fordert die sofortige Schließung der städtischen Musikschule

(Chemnitz/ 23.07) Wolfgang Lesch machte bei einem Treffen mit Mitarbeitern der jetzigen Lehrerschaft, der städt. Musikschule, in den letzten Tagen deutlich, dass die einzige vernünftige Lösung eine sofortige Schließung ist. Nur durch ein neues, bislang noch nicht in der Verwaltung diskutiertes Vereinskonzept, ist eine Fortführung des Musikunterrichtes sinnvoll möglich.
Grund hierfür ist der in den letzten Wochen, auch in den Medien, diskutierter Plan die Lehrerarbeitsverhältnisse in Honorarverträge umzugestalten. Die Unsicherheit für Lehrer und Schüler ist nicht hinnehmbar und wirkt kontraproduktiv auf die Motivation der Lehrkräfte. Selbst für neue Lehrkräfte würde es schwer werden, hier eine Tätigkeit aufzunehmen. Dies wäre langfristig jedoch nötig, um auch zukünftig die Hohe musikalische Qualität der Schule zu sichern. Nach Ansicht der Endscheider über das Honorarvertrags-Konzept, wäre mit einem Einsparvolumen von 100.000€ zu rechnen. Eindeutig zu Lasten der Qualität der Schule. Dies wäre dann im Sinne der streitbaren WIBERA- Studie.
„Was bislang bei den Entscheidungen der Stadt, aus unserer Sicht außer Acht gelassen wurde, ist eine Beteiligung der Betroffenen, sowohl der Lehrer als auch der Schüler.“ so Wolfgang Lesch, FDP Kreisvorsitzender. Das Konzept zur Umsetzung wurde beiden Gruppen lediglich als fertiges Ergebnis mitgeteilt – Mitbestimmung gleich null. Folge dessen war und ist Unsicherheit im Lehrerkollegium, was teilweise bereits zur Spaltung und somit Verschlechterung des Klimas geführt hat.
„Die Klagen gegen Kündigungen der bisherigen Arbeitsverhältnisse und ebenso die Kündigungen von Schülern – bislang gab es jedes Jahr Schülerzuwachs – zeigen den Unmut aller Betroffenen. Eine weitere Zusammenarbeit mit der `Restschulleitung` ist für die Betroffenen unzumutbar! Auch hege ich Zweifel, dass die Stadträte bei ihrer Beschlussfassung, zum Thema im Mai, allumfassend informiert waren.“ so Wolfgang Lesch.
Die Fraktion und der Kreisvorstand der FDP Chemnitz, fordert zur Beseitigung dieses Schwebezustandes durch die sofortige Schließung der städtischen Musikschule und eine schnelle Neuorientierung. „Den Lehrbetrieb“ so Lesch „sollten die Lehrer in Form eines gemeinnützigen Vereines weiterführen. Dieses Konzept bietet den Lehrern sowie dem Elternrat eine Alternative zum jetzigen Kahlschlag und hätte zur Folge das die Entscheidungen zur Schulführung durch die Betroffenen selbst geschieht.“
Durch die Schließung spart die Stadt die verbliebenen vier Arbeitsverhältnisse (Direktor Lösche, sowie drei weitere Mitarbeiter) ein. Weitere Einsparungen ergeben sich daraus folgend, durch personelle Absenkungen im Kulturamt und eines Hausmeisters. Summa summarum könnten durch dieses Vereinskonzept an Lohnkosten und Mieten mindesten 350 000 € jährlich eingespart werden“
Für eine weiter musikalisch hochwertige Ausbildung muss der Verein die entsprechend ausgereichten Gelder aus Bundes- und Landesmitteln erhalten.
Ähnliche Fortführungen von städt. Musikschulen haben sich in Leipzig und Zwickau erfolgreich bestätigt.

Eduard Jenke für FDP Chemnitz

Datum: 20030723