Mittelstandsmeile? Namen sind Schall und Rauch.

Es ist schon beachtlich wie man ohne großen Rummel die Vergangenheit bewältigt. Kurz vor Eröffnung des „Gebäudekomplexes“ entlang der Inneren Klosterstraße in der Chemnitzer Innenstadt ändert sich dessen Name. Aus der Mittelstandsmeile wird auf einmal die Rathauspassage, die beworben wird als stand ihr Name schon immer fest. Eine 70 Millionen Euro Bauchlandung hat sich die Stadt Chemnitz über ihre Tochtergesellschaft GGG geleistet um vom Rathaus eine neuen Blickfang zu bekommen. Das der Brühl somit weiter aus dem Blickwinkel gerät und Gewerbe- und Wohnraum wachsenden Leerstand verzeichnen, hängt sicherlich auch nur am Namen. Wolfgang Lesch, Kreisvorsitzender der Chemnitzer FDP, schlägt deshalb vor, den Brühl in „Blühende Landschaft“ um zu benennen. „Nachdem OB Seifert und Bundeskanzler Gerhard Schröder, beide SPD, den ersten Spatenstich für das Mittelstandloch machten war schnell klar, dass es alles andere als eine Meile des Mittelstands werden würde. Ein Schelm wer dabei denkt, es läge an der Aura des Kanzler und deren Wirkung auf das Wort „Mittelstand“.“ so Lesch weiter. Blickt man von der Theaterstraße auf die Meile, Passage oder wie auch immer, so wird da bis heute die Vermietung der Mittelstandsmeile beworben.

Datum: 20030319