Voxxx – Erhalt nur bei Eigenleistung

Die Chemnitzer FDP unterstützt die Haltung der Fraktion im Chemnitzer Rathaus zum Thema Voxxx. Diese Einrichtung hat sich durch ihren beständigen Betrieb der letzten Jahre in der Stadt als Veranstaltungsort einen Namen gemacht. Schon dies stellt einen Grund mehr dar, dass sich diese Einrichtung selber tragen sollte. Es ist fragwürdig ob einerseits in Schulen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen die finanzielle Sparflamme kurz vorm ausgehen sein kann, während man einen Verein mit der im Raum stehenden 1 Million Euro „stützt“. Der Verein Kraftwerk e.V. oder die Chemnitzer Parkbahn sind beste Beispiele dafür, dass angesichts der jährlichen Mittelstreichungen mit eigenen Veranstaltungen einen finanzielle Unabhängigkeit angestrebt wird. Bislang sind leider seitens des Voxxx keinerlei Vorschläge gekommen welche Möglichkeiten es gibt, selbst einen Teil der Sanierungskosten zu tragen. Hierbei sollte auch ein Umzug in Betracht gezogen werden. „Wenn den Betreibern etwas daran liegt ihre Einrichtung zu erhalten, sollten diese Überlegungen in kürze und mit entsprechender Nachhaltigkeit angestrebt werden.“ so Wolfgang Lesch, Kreisvorsitzender der Chemnitzer FDP, „ein sehr gutes Beispiel ist der Verein „Figürliches Glockenspiel“ , die für ihr Engagement 350 000 DM gesammelt hatten. Nicht das Hände aufhalten, sondern das Mittun ist gefragt.“

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Pressespiegel: „Freie Presse“ 2003-03-04
Chemnitz: FDP: Voxxx zu träge
Partei stellt sich gegen Geldforderungen für Verein
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Die Chemnitzer FDP fordert von den Machern des Kulturzentrums Voxxx mehr Eigeninitiative in der Frage, wie die Sanierungskosten fürs marode Fabrikgebäude auf dem Kaßberg aufzubringen sind. „Der Forderung an die Stadtverwaltung, mindestens 350.000 Euro für den Ausbau des Voxxx bereitzustellen, darf keinesfalls entsprochen werden“, argumentiert der Chef der FDP-Ratsfraktion, Wolfgang Meyer, und bekommt dabei volle Rückendeckung des FDP-Kreisverbandes.
„Nicht Hände aufhalten, sondern Mittun ist gefragt“, kritisiert Kreisverbandschef Wolfgang Lesch. Schließlich gehe es nicht an, dass einerseits in Schulen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen die finanzielle Sparflamme kurz vorm Ausgehen stehe und man einen Verein zugleich mit horrenden Summen unterstütze. Der Verein Kraftwerk und die Parkeisenbahn seien „beste Beispiele“ dafür, dass „mit eigenen Veranstaltungen eine finanzielle Unabhängigkeit angestrebt werden kann“. Auch den Glockenspielverein, der für sein Engagement 350.000 Mark sammelte, hebt die FDP beispielhaft hervor. Seitens des Voxxx’ seien bislang leider keine Vorschläge zu Möglichkeiten gekommen, selbst einen Teil der Sanierungskosten zu tragen. Dass die Einrichtung sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht habe, stelle nur einen Grund mehr dar, dass sie sich selber tragen sollte, argumentiert die FDP.

Hintergrund der FDP-Empörung ist eine im Internet laufende Unterstützungsaktion, die die Stadträte unter Druck setzen soll, mindestens 350.000 Euro für die Sanierung der Fabrik bereitzustellen, wenn nicht gar eine ganze Million locker zu machen. Und das zusätzlich zur kompletten Kaufsumme von 125.000 Euro, die die Stadt den Voxxx-Betreibern ohnehin bereits in Aussicht gestellt hat, damit sie die Fabrik vom Bundesvermögensamt erwerben können.

„Unsere Fraktion schlägt vielmehr vor, diese 125.000 Euro zur Sanierung der Schwimmhalle Bernsdorf zu verwenden, damit diese nicht geschlossen werden muss.

Vereine, die solche Summen von der Kommune fordern, müssen zuerst sagen, wie viel Geld sie selbst ausgeben wollen, um ihr Ziel zu erreichen“, meint FDP-Fraktions-Chef Meyer.

(eu)

Datum: 20030303