Sachsen-FDP fordert von Möllemann „Aufklärung ohne jeden Verzug“

Die sächsische FDP hat den nordrhein-westfälischen FDP-Landesvorsitzenden Jürgen W. Möllemann aufgefordert, „ohne jeden weiteren Verzug“ Klarheit in die Finanzangelegenheiten seines Wahlkampfes zu bringen. Wie der Landesvorsitzende der Sachsen-FDP Holger Zastrow am Sonntag in Dresden erklärte, sei er das vor allem denen in der FDP schuldig, die „in politischen und strategischen Fragen nach der Bundestagswahl den Stab nicht sofort über ihm gebrochen haben“. „Wir müssen das Reich der Spekulationen verlassen und endlich die Wahrheit wissen“, sagte Zastrow.

Nach Auffassung Zastrows hätten die Vorwürfe gegen Möllemann eine neue Dimension erreicht. „In politischen Fragen kann und darf man unterschiedlicher Meinung sein, in Fragen sauberer Parteifinanzen nicht“, sagte der FDP-Landeschef. So schwerwiegende Verstöße gegen das Parteiengesetz seien in keiner Weise zu tolerieren. „Sollte Möllemann tatsächlich mit unlauteren Mitteln gearbeitet haben, wäre der Schaden für die Partei und die Enttäuschung in der Mitgliedschaft so unendlich groß, dass er sich für politische Funktionen in der FDP disqualifiziert hätte“, sagte Zastrow. Möllemann halte jetzt den Schlüssel in der Hand, die Vorwürfe auszuräumen.

Datum: 20021020