Erst Sportstadt, dann InnovationsWerkStadt und jetzt Kunstmekka?

Über Geschmäcker lässt sich, wie bekannt, streiten. Dies trifft sehr aktuell auf die angedachte Lösung der Jury zum Saxiona-Brunnen „Großen Aufwaschs“ zu. Bei einem Wert, allein des Werkes, in Höhe von ca. 300.000 Euro und immer weiter steigenden Nebenkosten (Bewerbung, Jurorenaufwandsentschädigung, etc.) fragt man sich auf der einen Seite, muß man angesichts leerer Kassen – für die Hartmann-Lok im neuen Industriemuseum fehlten bis 13.09.02 noch 75.000 Euro – sich derartige Extravaganzen leisten und auf der anderen Seite in dieser Dimension an diesem Ort. Sicher gäbe es auch die Möglichkeit einer kleineren Realisierung an anderen Orten unsere Stadt. Wolfgang Lesch, FDP Kreisvorsitzender, spricht sich gegen die Entscheidung der Jury aus und fordert ein überdenken unter Beachtung der TED-Umfrage der Freien Presse. Entscheidung wider dem Bürgerwillen, um für Gäste unsere Stadt ein Diskussionspotential zu bieten ist die falsche Einstellung. Chemnitz sollte durch pfundigere Dinge auf sich aufmerksam machen können, als durch einen solchen Brunnen. Es sei den das Standortmarketing sieht vor, nach den bisherigen Versuchen Chemnitz als Sportstadt und InnovationsWerkStadt darzustellen, die Stadt nun als „Stadt des großen Aufwaschs“ zu vermarkten.