Chemnitz: „Für mich ist immer Wahlkampf“ FDP-Kandidat für Bundestag: Andreas Schmalfuß – Liberale zählen 20 Prozent mehr Mitglieder

„Für mich ist immer Wahlkampf, wenn man sich für seine politischen Ziele einsetzt und diese täglich umsetzen will“, so Andreas Schmalfuß. Trotzdem muss der FDP-Mann gerade die nächsten Monate noch stärker politisch aktiv sein, damit es mit dem Bundestagsmandat klappt. Denn letzten Sonnabend wurde der 35-jährige Chemnitzer auf dem FDP-Parteitag als Kandidat für den Bundestag aufgestellt – von 89 Prozent der 37 Delegierten.

Neben bundespolitischen Themen wie Wirtschaftspolitik, Innerer Sicherheit und Bildung will er auch – sollte er gewählt werden – mehr Werbung für Chemnitz in Berlin machen. „Der Standort ist einfach attraktiv, aber noch nicht bekannt genug“, so Schmalfuß. Bester Beweis: Auf 1000 Einwohner habe Chemnitz 600 Arbeitsplätze im 1. Arbeitsmarkt vorzuweisen. Schmalfuß: „Das kann etwa Leipzig nicht bieten.“ Die FDP geht optimistisch in die Wahl – auch bestärkt durch eine positive Entwicklung bei den Mitgliederzahlen: So konnte endlich die Schallmauer von 100 deutlich durchbrochen werden – derzeit zählt die Partei 108 Mitglieder. Zu Jahresbeginn waren es noch 90. „Ein Zuwachs von 20 Prozent“, freut sich auch der Parteisprecher Eduard Jenke.

Mit Schmalfuß ist die FDP die erste Partei, die einen Chemnitzer Kandidaten für die Bundestagswahl aufgestellt hat. Sicher ist aber: Bei der SPD am 10. Januar ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Detlef Müller – der Rathaus-Fraktionschef ist bereits von seinem Ortsverein aufgestellt – und der derzeitigen Mandatsträgerin Jelena Hoffmann. Zur Person: 35 Jahre alt, in Zwickau geboren, verheiratet, keine Kinder. Lebt in Chemnitz-Harthau. Studierte Wirtschaftswissenschaften, promovierte im selben Fach 1997. Er war 3 Jahre Unternehmensberater, ist seit 1999 leitender Mitarbeiter einer Gesellschaft, die sich um die Eigenkapitalfinanzierung junger Unternehmen kümmert. Schmalfuß ist sowohl stellvertretender FDP-Landes- als auch Kreisvorsitzender.